ARGE Summacumfemmer mit Juliane Greb erhalten Zuschlag für Projekt San Riemo

Nach einer außerplanmäßigen Überarbeitungsrunde hat die KOOPERATIVE GROSSSTADT die Verfasser des zweiten Preises für die weitere Bearbeitung ihres Wettbewerbsbeitrages und dessen Realisierung ausgewählt.

Untersuchungen des beauftragten Kostenplaners haben ergeben, dass das erstplatzierte Projekt der ARGE Tim Schäfer und Pablo Donet Garcia | Tanja Reimer auch nach einer Überarbeitung durch die Preisträger mit dem Budget der Genossenschaft nicht umsetzbar ist. Außerdem erzielt es weniger Wohnfläche als in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorausgesetzt wird. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass die im Kaufvertrag für das Grundstück fixierten Mieten nicht eingehalten werden können.

Für den aktuell bevorstehenden Kauf des Grundstücks ist es zwingend notwendig, ein Projekt vorzulegen, das wirtschaftlich realistisch darstellbar ist. Eine weitere umfangreiche Überarbeitung des Entwurfs kann aufgrund des Zeitrahmens und des nicht abschätzbaren Ausgangs nicht in Erwägung gezogen werden. Weitere Einsparungen würden zudem aller Voraussicht nach weitreichende Einbußen der unbestreitbaren Qualitäten des Siegerprojekts bedeuten.

Die Entscheidung für das zweitplatzierte Projekt der ARGE Summacumfemmer mit Juliane Greb wurde durch die Gremien der Genossenschaft nach einer Reihe von Beratungsgesprächen getroffen. Das Preisgericht war über das Vorgehen zu jedem Zeitpunkt informiert. Die KOOPERATIVE GROSSSTADT ist sich bewusst, damit ihrem selbst formulierten Anspruch, den ersten Preis des Wettbewerbsverfahrens zur Umsetzung zu bringen, in ihrem ersten Projekt nicht zu genügen. Die Bewertung der Risiken macht diesen Schritt jedoch notwendig.

Der Entwurf der Arge Summacumfemmer mit Juliane Greb ist geprägt von der Idee eines „atmenden Hauses“. Die äußerst simple und hocheffiziente Grundstruktur erweist sich als verblüffend flexibel. Dreh- und Angelpunkt jeder Wohnung ist die zentrale Küche, welche eine Folge von nutzungsneutralen Räumen erschließt. Neben einer Vielzahl von Schaltmöglichkeiten bleibt diese Struktur flexibel programmierbar. Den vielfältigen Lebensentwürfen der Bewohner kann so auf ganz unterschiedlichen Ebenen Rechnung getragen werden. Neben den von der Genossenschaft geforderten Wohnformen Basis-, Filial- und Nukleus-Wohnen bietet es die Möglichkeit, eine Person mehr als üblich in einem Haushalt unterzubringen.

Die KOOPERATIVE freut sich sehr auf die Realisierung ihres ersten Wohnhauses und die Zukunft von San Riemo!

Mehr zum Entwurf der Arge Summacumfemmer mit Juliane Greb unter San Riemo.